Als der Bulli in den Norden kam

Unsere Geschichte

Mittwoch, 07.06.2017 um 21.00 Uhr auf NDR 

Als der Bulli in den Norden kam

Treuer Wegbegleiter, Flower-Power-Mobil oder „Lastesel des Wirtschaftswunders“ – mit dem VW Bulli verbinden viele Menschen in Norddeutschland sehr persönliche Erinnerungen. 2017 feiert die rollende Lebensfreude made in Niedersachsen nun ihren 70. Geburtstag.

„Unsere Geschichte“ dokumentiert die Entwicklung vom T1 zu einem unverwechselbaren Stück deutscher Zeitgeschichte.

„Es gibt kein Auto mit dem so viele Straßen der Welt befahren wurden, wie mit dem VW-Bus“, sagt der Globetrotter Dieter Kreutzkamp. Gemeinsam mit seiner Frau Juliana hat er das getan, wovon viele nur träumen: mit VW-Bussen der Generationen T1 bis T5 reisen die Zwei seit Anfang der 50er Jahre um die Welt. Der Bulli ist nicht nur Reisemobil, sondern auch das Symbol
des deutschen Wirtschaftswunders. „Er war ein wichtiger Begleiter der jungen Bundesrepublik“, sagt Thomas Schwark, Direktor der Historischen Museen Hannover. Ob Handwerker oder Gemüsehändler, Nachkriegsdeutschland braucht Transporter und der Bulli entpuppt sich als das ideale Raumwunder.

Die Geschichte des VW-Bus beginnt 1947: Der niederländische Kaufmann Ben Pon erkennt eine Marktlücke und fertigt eine Skizze an, aus der wenig später der weltweit erste Bulli entsteht – eine Revolution. 1956 bekommt der VW-Bus ein eigenes Werk in Hannover-Stöcken und tritt von hier aus einen farbenfrohen Siegeszug um die Welt an. Seine Bilanz: Sechs Generationen, zwölf Millionen verkaufte Fahrzeuge und Millionen Liebhaber auf der ganzen Welt. Der Erfolg des Busses reist bis heute nicht ab. 40.000 begeisterte VW-Bus-Fahrer pilgern zum Midsummer Bulli Festival im Konvoi auf die Insel Fehmarn. Das Kultauto steht heute für Freiheit, Gemeinschaft und Lebensfreude.

Team